Was kostet eine MPU?
Kein Festpreis-Versprechen, sondern eine ehrliche Aufschlüsselung aller Kostenbestandteile — Begutachtung, Behörde, Abstinenznachweise und Vorbereitung. Orientierungswerte Stand 07/2026, einzelfallabhängig. Die persönliche Summe kannst du im Kosten-Rechner abschätzen.
Die vier Kostenbestandteile (Orientierung)
Eine MPU kostet selten nur „die Untersuchung". Ehrlich gerechnet setzt sich der Gesamtbetrag aus vier Posten zusammen, die unabhängig voneinander anfallen können:
- Begutachtungsstelle (TÜV, DEKRA, pima u. a.) — die MPU selbst
- Behördliche Gebühren — Antrag, Aktenführung, Neuerteilung
- Abstinenz- bzw. Kontrollnachweise — Haar-, Urin- oder PEth-Analysen (falls gefordert)
- Vorbereitung — Kurs oder strukturierte Selbstvorbereitung
Die folgenden Beträge sind Orientierungswerte, Stand 07/2026, und ersetzen keine Auskunft der zuständigen Behörde oder Begutachtungsstelle.
1. Kosten der Begutachtungsstelle
Die reine MPU-Begutachtung liegt erfahrungsgemäß bei etwa 200 bis 450 Euro. Wo genau innerhalb dieser Spanne, hängt von der Fallgruppe ab: eine Alkohol- oder Drogen-MPU kostet meist im oberen Bereich, eine Punkte-MPU ohne Stoffgebrauch oft deutlich darunter. Die genauen Sätze setzt die jeweilige Begutachtungsstelle fest — sie können zwischen Anbietern und Regionen variieren.
2. Behördliche Gebühren
Hinzu kommen Verwaltungsgebühren der Fahrerlaubnisbehörde — für den (Neu-)Antrag, die Aktenführung und gegebenenfalls die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Diese Gebühren sind einzelfallabhängig; verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Behörde. Wer den Führerschein vollständig neu beantragt, rechnet grob mit einem vierstelligen Betrag inklusive möglicher Fahrschule.
3. Abstinenz- und Kontrollnachweise
Bei Alkohol- oder Drogen-Begutachtungen können Nachweise der Abstinenz gefordert sein — etwa Haar-, Urin- oder PEth-Analysen über den Begutachtungszeitraum. Diese Laborleistungen sind ein eigener Kostenposten und summieren sich mit der Anzahl der geforderten Proben. Ob und in welcher Form sie nötig sind, klärt sich mit der Begutachtungsstelle.
4. Kosten der Vorbereitung
Vorbereitung ist der Posten, über den man am meisten selbst bestimmt. Klassische Kurse oder Nachschulungen können mehrere hundert Euro kosten. Eine strukturierte Selbstvorbereitung — ohne Unterricht im Sinne eines Lehrgangs, sondern als geführte inhaltliche Aufarbeitung — ist eine ehrliche Alternative: Sie kostet weniger und setzt dort an, wo die MPU wirklich entschieden wird, nämlich in der nachvollziehbaren Auseinandersetzung mit dem Anlass. Eine Bestehensprognose lässt sich daraus dennoch nicht ableiten.
Was kostet eine nicht bestandene MPU?
Wer die MPU unvorbereitet angeht und nicht besteht, zahlt die Gebühren der Begutachtungsstelle ein zweites Mal — plus die Zeit, bis eine erneute Begutachtung realistisch ist. Die Erstbegutachtung ernsthaft vorzubereiten ist der Hebel, an dem sich Vorbereitung rechnet: Sie ist kein Garant, senkt aber das Risiko, den teuersten Posten doppelt zu tragen.
Häufige Fragen zu den MPU-Kosten
Eine Orientierung: die Begutachtung bei TÜV, DEKRA oder pima kostet je nach Fallgruppe grob 200 bis 450 Euro, hinzu kommen behördliche Gebühren und je nach Fall Abstinenznachweise. Die Vorbereitung ist ein eigener Posten. Ein verbindlicher Festpreis existiert nicht — die Summe hängt vom Einzelfall ab.
Die reine Begutachtung liegt erfahrungsgemäß bei etwa 200 bis 450 Euro je nach Fallgruppe (Alkohol- und Drogen-MPU meist im oberen Bereich, Punkte-MPU ohne Stoffgebrauch oft günstiger). Abstinenznachweise wie Haar- oder Urinanalysen können zusätzlich anfallen. Die genauen Sätze setzt die jeweilige Begutachtungsstelle fest.
Bei Nichtbestehen fallen für eine erneute Begutachtung erneut die Gebühren der Begutachtungsstelle an. Hinzu kommt die Zeit für eine ernsthafte Aufarbeitung. Wer die Erstbegutachtung unvorbereitet angeht, zahlt erfahrungsgemäß doppelt — das ist der teuerste Hebel, an dem sich Vorbereitung rechnet.
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Quellen (Stand 07/2026)
Alle Beträge sind Orientierungswerte Stand 07/2026, einzelfallabhängig und keine Rechts- oder Preisbindung. Verbindliche Auskünfte geben die zuständige Fahrerlaubnisbehörde und die gewählte Begutachtungsstelle. Diese Seite enthält keine Bestehensprognose und gibt keine Erfolgsquote an.