MPU-Grundlagen

Ablauf der MPU: So funktioniert die Begutachtung

Der Ablauf der MPU folgt einem festen Schema aus medizinischer Untersuchung, Leistungstests und psychologischem Gespräch. Hier erfahren Sie jeden Schritt im Detail.

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Anmeldung und Vorbereitung am Untersuchungstag

Am Tag der MPU sollten Sie pünktlich bei der Begutachtungsstelle erscheinen und alle erforderlichen Unterlagen mitbringen. Dazu gehören ein gültiger Personalausweis, der Bescheid der Führerscheinstelle und gegebenenfalls Abstinenzbelege oder Bescheinigungen über eine Verkehrstherapie. Nach der Anmeldung füllen Sie zunächst einen Fragebogen zu Ihrer Person, Ihrem Trinkverhalten und Ihrer Verkehrsgeschichte aus. Planen Sie für den gesamten Termin etwa drei bis vier Stunden ein.

Medizinische Untersuchung

Die medizinische Untersuchung wird von einem Arzt durchgeführt und überprüft Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Bei einer Alkohol-MPU werden Leberwerte und weitere Blutparameter kontrolliert, bei einer Drogen-MPU wird ein Drogenscreening durchgeführt. Der Arzt prüft außerdem Reflexe, Koordination und den neurologischen Status. Eventuelle Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahmen werden ebenfalls erfasst und bewertet.

Computergestützte Leistungstests

Die Leistungstests werden an einem Computer durchgeführt und messen verschiedene verkehrsrelevante Fähigkeiten. Getestet werden unter anderem die Reaktionsgeschwindigkeit, die Konzentrationsfähigkeit, die Belastbarkeit unter Zeitdruck und das periphere Sehvermögen. Die Tests dauern in der Regel 30 bis 45 Minuten und sind so konzipiert, dass auch durchschnittliche Leistungen zum Bestehen ausreichen. Bei unterdurchschnittlichen Ergebnissen kann eine Fahrverhaltensbeobachtung angeordnet werden.

Das psychologische Gespräch

Das psychologische Gespräch ist das Herzstück der MPU und dauert in der Regel 45 bis 90 Minuten. Der Gutachter erfragt Ihre persönliche Vorgeschichte, die Umstände der Auffälligkeiten und Ihre heutige Einstellung zum Thema. Entscheidend ist, dass Sie eine glaubhafte Verhaltensänderung darlegen können und stabile Zukunftspläne haben. Es geht nicht darum, auswendig gelernte Antworten wiederzugeben, sondern authentisch über Ihre Entwicklung zu sprechen.

Das Ergebnis der MPU

Nach Abschluss aller Untersuchungsteile erstellt der Gutachter ein schriftliches Gutachten, das in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen per Post zugestellt wird. Das Ergebnis kann positiv, negativ oder mit Auflagen versehen sein – beispielsweise einer Nachschulung oder einem verlängerten Abstinenznachweis. Ein positives Gutachten wird an die Führerscheinstelle weitergeleitet und ist Voraussetzung für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Bei einem negativen Ergebnis können Sie die MPU nach einer angemessenen Vorbereitungszeit wiederholen.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Medizin- oder psychologische Beratung. Für deine persönliche Situation empfehlen wir professionelle Beratung.
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