MPU wegen E-Scooter
E-Scooter sind Kraftfahrzeuge. Die Promillegrenzen gelten wie beim Auto. Ab 1,6 Promille kann die Führerscheinstelle eine MPU anordnen.
Rechtslage: Was gilt auf dem E-Scooter? ↓Rechtslage: Was gilt auf dem E-Scooter?
Hinweis: Keine Rechts- oder Erfolgsberatung. Keine Bestehensgarantie. Bei rechtlichen Fragen frag einen Verkehrsrechtsanwalt.
Was bei der E-Scooter-MPU geprüft wird
Medizinische Untersuchung
Blutbild (MCV, GGT, CDT), Urin-Drogenscreening, körperliche Untersuchung, ärztliches Gespräch zum Trinkverhalten.
Psychologisches Gespräch
Trinkgeschichte, Einstieg und Ausstieg, Rückfallrisiko, Veränderungsmotivation, Alltagsstabilität. Das ist der Kern der Begutachtung.
Leistungstests
Reaktionszeit, Konzentration, geteilte Aufmerksamkeit. Standard-Computertests, die sich durch Übung verbessern lassen.
Ablauf der E-Scooter-MPU
Die MPU wegen E-Scooter läuft identisch zur Alkohol-MPU ab:
Rechtliche Situation klären
Prüfe mit einem Verkehrsrechtsanwalt, ob die Anordnung rechtlich angreifbar ist und welche konkreten Anforderungen die Führerscheinstelle stellt. Erst dann Abstinenz-Nachweis aufbauen.
Jetzt sinnvoll
Mit Abstinenz beginnen und dokumentieren
Jeder Tag zählt als Nachweistag. Regelmäßige Urin- oder Bluttests in einem anerkannten Labor machen lassen und sorgfältig aufbewahren. Lückenloser Nachweis ist entscheidend.
Trinkverhalten aufarbeiten
Das psychologische Gespräch prüft Einsicht und Veränderung. Verstehe, warum es zur Fahrt unter Alkohol gekommen ist und was sich dauerhaft geändert hat. Echte Selbstreflexion hilft mehr als auswendig gelernte Antworten.
Jetzt sinnvoll
Leistungstests vorbereiten
Reaktionszeit und Konzentration lassen sich durch regelmäßiges Üben gezielt verbessern. Frühzeitig anfangen lohnt sich.
Jetzt sinnvoll
Termin bei der Begutachtungsstelle beantragen
Nach abgeschlossenem Abstinenznachweis Termin bei TÜV, DEKRA oder pima beantragen. Unterlagen rechtzeitig zusammenstellen.
Jetzt sinnvoll
Promille einschätzen: Wo stehe ich?
Der Promillerechner zeigt eine grobe Einschätzung des Blutalkohols nach Gewicht, Getränken und Zeit. Kein Ersatz für einen ärztlichen Test.
Häufige Fragen
Ja. Der E-Scooter (Elektrokleinstfahrzeug) gilt laut § 1 eKFV als Kraftfahrzeug. Damit gelten dieselben Promillegrenzen wie beim Auto: 0,5 Promille als Ordnungswidrigkeit, ab 1,6 Promille absolute Fahruntüchtigkeit.
Ab 1,6 Promille auf dem E-Scooter kann die Führerscheinstelle eine MPU anordnen, auch wenn du keinen Führerschein besitzt. Ohne Führerschein betrifft die MPU dann die zukünftige Fahrerlaubniserteilung.
Eine MPU-Anordnung ist auch ohne Führerschein möglich. Sie verhindert dann die spätere Erteilung einer Fahrerlaubnis, bis die MPU bestanden wurde.
Identisch zur Alkohol-MPU: Medizinische Untersuchung, Leistungstests, psychologisches Gespräch. Abstinenznachweis von 6-12 Monaten je nach Einzelfall.
Mehr zur Alkohol-MPU
Sei dabei, bevor MPUfy startet
Bis zum Start am 1. Dezember findest du hier kostenlose Rechner und neutrale Informationen rund um die MPU. Wer auf der Warteliste steht, kann MPUfy schon in der Beta ab September kostenlos nutzen.
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